Memoire der letzten Verlorenen-Valac

Wisst ihr wie es sich anfühlt? Wisst ihr wie es ist in einer Welt der Zerstörung zu leben? In einer Welt des Todes zu existieren? Einer Welt in der alles seinen Preis hat. In der man nichts umsonst bekommt. Ein Ort, wo man für alles bezahlen muss. Ein Zeichen des Reichtums, ein Gegenstand, eine liebevolle Geste, ein Gefühl oder einfach nur ein nettes Wort. Alles hat seinen Preis. Aber ob man diesen auch bereit ist zu zahlen. Ob etwas angemessen ist oder viel zu teuer, als das man es jemals ergattern könnte. Das Einzige, was man in solch einer Welt des Endes bestimmen kann, ist das warum. Du weißt, du wirst sterben. Nicht irgendwann, nicht irgendwie und nicht irgendwo. Du weißt es, aber du kannst es niemals aufhalten. Niemals verhindern. Es ist unausweichlich. Das Einzige, was man in solch einer Welt noch bestimmen kann, dass ist das warum. Ich werde es niemals vergessen. Das Rauschen meines eigenen Blutes, wie es in meinen Ohren verklang. Ich spürte, wie mir der rote Lebenstrunk langsam in den Adern gefror. Ich wusste dies war mein Ende. Wusste, dass ich endlich meinen letzten Atemzug in dieser Welt des Nichts erringen würde. Als mein Blick glasig wurde und die Dunkelheit auf mich zukroch, versagte auch das letzte bisschen an Schmerz. Die Finsternis anfing mich in sich zu verschlingen. Das letzte was ich in dieser Welt sah, war das wofür ich bereit gewesen war mit meinem Leben zu zahlen. Alles hat seinen Preis. Und dieses mal war der Preis mein Leben. Ob ich es bereue? Ob ich mich um entscheiden würde? Meine Entscheidung widerrufen, nicht zu zahlen? Nein! Ich würde es nicht anders machen. Als ich den Handel einging, wusste ich mit was ich zahlen müsste und ich war bereit die Kosten zu übernehmen. Für was ich gezahlt habe? Was wertvoll genug war, dass ich mein Leben dafür geben würde? Eine Vision der Zukunft und der Hoffnung. Eine Geste, die mir zeigte, dass ich geliebt wurde, dass jemand um mich trauern würde, dass ich nie in Vergessenheit geraten würde. Ich habe bezahlt. Ich habe mein Leben gegeben für ein Lächeln. Nichts weiter als ein Lächeln.

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