Markus Zusak- Der Joker

Orginaltitel: I am the Messenger
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570305393
Seitenanzahl:448
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 8,95€
Erscheinungsjahr: 10.2008
Übersetzer:Alexandra Ernst

Inhalt:

In Eds Briefkasten liegt – eine Spielkarte. Ein Karo-Ass. Darauf stehen drei Adressen. Die Neugier treibt ihn hin zu diesen Orten, doch was er dort sieht, bestürzt ihn zutiefst: drei unerträglich schwere Schicksale, Menschen, die sich nicht selbst aus ihrem Elend befreien können. Etwas in Ed schreit: »Du musst handeln! Tu endlich was!« Dreimal fasst er sich ein Herz, dreimal verändert er Leben. Da flattert ihm die nächste Karte ins Haus. Wieder und wieder ergreift Ed die Initiative – doch wer ihn auf diese eigenartige Mission geschickt hat, ist ihm völlig schleierhaft. Eine Geschichte über Zivilcourage, ungeheuer spannend und mit viel Situationskomik erzählt.

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Meine Meinung:

Erst mal muss ich mich bei meinem Wichtelkind bedanken 😉 , da sie sich das Buch gewünscht hat, bin ich zuerst einmal darauf aufmerksam geworden 🙂
Allein schon der Rücktext und der erste Satz haben mich irgendwie angesprochen, so dass ich natürlich wissen wollte was es nun mit diesem Buch auf sich hat.

Wer würde bei einem Satz wie „Der Bankräuber ist ein totaler Versager.“ nicht neugierig auf mehr werden?

Der Schreibstil des Buches hat mich zu Beginn etwas verwirrt, wegen der oft kurzen, unvollständigen aneinander gereihten Sätze. Aber man gewöhnt sich sehr bald an Zusaks schreibweiße und ab da ist es ein lockeres Lesevergnügen. Die Geschichte fängt gleich mal sehr humorvoll an und dieses lustig angehauchte behält Zusak größtenteils bis zum Ende hin bei, wobei es sich hierbei nicht nur um eine kleines Unterhaltungsbüchlein handelt- Nein!- Zusak gibt einem auch etwas zu nachdenken. Ed Kennedy und seine kleinen Aufgaben machen auf Dinge aufmerksam die man in der heutigen Zeit kaum noch sieht oder kennt. Manchmal hat er nur kleine Botschaften zu überbringen, ein anderes mal ist es schon schwieriger. Man konnte sich eigentlich sehr gut in Ed und seine Lage rein versetzten (Für mich ist seine Liebe zu Audrey allerdings nie ganz verständlich geworden…) und den Türsteher muss man einfach lieben lernen 😉 Ich glaube fast er ist der wahre Held der Geschichte 😉
Die Charaktere haben manchmal nur kleine Rollen und sind dementsprechend nicht so facettenreich andere hingegen sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Von all den verschieden Lebensgeschichten fand ich Marvs Geschichte am besten, die hat mich wirklich angerührt, aber auch Sophie oder Milla waren wunderbar.

Allerdings muss ich meinen Vorgängern zustimmen, was das Ende betrifft. Bis kurz vor Schluss schien es einen richtig guten Abschluss zu finde, aber dann versucht der Autor scheinbar ein „großes geheimnisvolles irgendwas“ als Ende zu bringen, was mir das Buch auf den letzten Seiten noch etwas verdorben hat. Das ganze Buch über wirkt alles so als könnte es auch mal in der wirklichen Welt passieren, jemand der genauso „stink“ normal wie Ed Kennedy ist, aber dann erhält es auf den letzten Seiten noch so etwas unreales…

Spoiler! Achtung!

Nachdem er Audrey seine Botschaft überbringt hätte man noch ein schönes Ende machen können, vielleicht wirklich durch den Vater der alles organisiert hat oder vielleicht auch durch den Bankräuber. Aber was dann der Mann mit der gelben Mappe sollte (vielleicht eine Selbstdarstellung des Autors?) habe ich nicht verstanden und fand es auch recht unnütz, das hat die Sache schon ziemlich kaputt gemacht
Vor allem als er so etwas sagt wie, er habe dem Mann aus der ersten Geschichte dazu gebracht seine Frau zu vergewaltigen damit Ed eine Aufgabe bekommt…Kam das jetzt wieder vom Autor oder wie ist das zu verstehen?
Und dann noch das Audrey schließlich doch zu Ed zurückkommt, und große Liebe, Happy End etc.

Fazit
Ein richtig gutes Buch, das zum nachdenken anregt aber durch sein Ende ein etwas „schalen Nachgeschmack“ erhält

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